1<!DOCTYPE html><!-- Last Published: Tue Apr 05 2022 10:07:43 GMT+0000 (Coordinated Universal Time) --><html data-wf-domain="www.politische-laboratorien.de" data-wf-page="5fbe5f9a888ff7526852d2be" data-wf-site="5ea9f887e5d6c619af8ad6e1"><head><meta charset="utf-8"/><title>Die Nation erzählen</title><meta content="Das digitale Format âDie Nation als Exklusionsmaschineâ zeigt auf, wie unterschiedlich nationale Ein- und Ausschlüsse in Deutschland funktionieren. Dafür kombiniert es pointiert wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem Videoprojekt âStimmen zur Nationâ. Im Ergebnis entsteht eine multimediale Erzählung, die durch die Konflikte und Widersprüche um nationale Zugehörigkeit in Deutschland führt." name="description"/><meta content="Die Nation erzählen" property="og:title"/><meta content="Das digitale Format âDie Nation als Exklusionsmaschineâ zeigt auf, wie unterschiedlich nationale Ein- und Ausschlüsse in Deutschland funktionieren. Dafür kombiniert es pointiert wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem Videoprojekt âStimmen zur Nationâ. Im Ergebnis entsteht eine multimediale Erzählung, die durch die Konflikte und Widersprüche um nationale Zugehörigkeit in Deutschland führt." property="og:description"/><meta content="Die Nation erzählen" property="twitter:title"/><meta content="Das digitale Format âDie Nation als Exklusionsmaschineâ zeigt auf, wie unterschiedlich nationale Ein- und Ausschlüsse in Deutschland funktionieren. Dafür kombiniert es pointiert wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem Videoprojekt âStimmen zur Nationâ. Im Ergebnis entsteht eine multimediale Erzählung, die durch die Konflikte und Widersprüche um nationale Zugehörigkeit in Deutschland führt." property="twitter:description"/><meta property="og:type" content="website"/><meta content="summary_large_image" name="twitter:card"/><meta content="width=device-width, initial-scale=1" name="viewport"/><link href="https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/css/politische-laboratorien.webflow.098e67a97.min.css" rel="stylesheet" type="text/css"/>
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Zwischen pluraler Gesellschaft und nationalem Denken</strong></span></h1><p class="paragraph-3">Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt <em>Fremde im eigenen Land? Eine Studie über die Veränderbarkeit nationaler Narrative mithilfe Politischer Laboratorien (</em><span><em>PoliLab</em></span><em>)</em> nahm die zum Teil sehr emotional geführten Debatten um Zugehörigkeit vor dem Hintergrund der âFlüchtlingskriseâ 2015 zum Anlass, genauer zu untersuchen, was sich Menschen in Deutschland unter einer gemeinsam deutschen Identität vorstellen. Im Ergebnis unserer Untersuchungen wird die groÃe Heterogenität der in Deutschland verbreiteten Vorstellungen über das Deutsch-Sein sichtbar. </p></div></div><div class="column-nation_1-2-copy w-col w-col-6 w-col-stack"><div class="div-block-36-copy"><div data-w-id="c3236a96-cbd2-e59f-b1bd-0844bfa64044" style="opacity:0" class="div-block-1-image-1-copy"><div class="div-block-1-image-1-sub-copy"><blockquote class="block-quote-image-copy">Flüchtige Begegnungen zwischen Reisenden im Eingangsbereich des Hauptbahnhofs Stuttgart.</blockquote></div></div></div></div></div><div data-w-id="e41e2e2c-047c-0804-0414-822f4280419e" style="opacity:0" class="w-layout-grid grid-18"><div id="w-node-e41e2e2c-047c-0804-0414-822f4280419f-6852d2be" class="div_qoute_red-12"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5">»Ich denke, dass das in erster Linie eine Aufgabe dieser Individuen ist und nicht des Staates. Sie tun hier in Deutschland immer so, als wäre es eine Bringschuld des Staates, dass wir die ganzen Menschen integrieren müssten.«</blockquote></div></div><div class="div_qoute_red-3"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5">»Weil, auch wenn man so darüber redet â Integration: Worein? Also in eine Gesellschaft, die gewisse Grundwerte hat â ja. Und die sind ja auch festgeschrieben. Da sind wir wieder beim Grundgesetz. Aber darüber hinaus wird es dann schon schwierig.«</blockquote></div></div><div id="w-node-e41e2e2c-047c-0804-0414-822f428041a7-6852d2be" class="div_qoute_red-7"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5">»Ob ich jetzt unbedingt deutsch werde? Also mein Aussehen kann ich nicht ändern und ich glaube, das muss ich auch nicht. Und das werde ich auch nicht. Aber ich werde mich an dieses Leben hier anpassen«</blockquote></div></div><div id="w-node-e41e2e2c-047c-0804-0414-822f428041ab-6852d2be" class="div_qoute_red-8"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5-copy">»Ich? Ich bin auf gar keinen Fall deutsch! Ich bin halt Ausländer. Ich bin weder hier geboren noch hier in Deutschland aufgewachsen.«</blockquote></div></div><div class="div_qoute_red-9"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5-copy">»Also dieses Lokale â ich komme aus Leipzig â ist mir schon ein bisschen wichtiger als âIch komme aus Deutschlandâ oder âIch bin Deutscherâ.«</blockquote></div></div><div class="div_qoute_red-11"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5">»Kein Land hat das hinbekommen, was Deutschland geschafft hat, nämlich in der NS-Zeit wirklich systematisch den Massenmord an Millionen Menschen, und nur aus dem Grund, weil sie Juden waren.«</blockquote></div></div><div id="w-node-e41e2e2c-047c-0804-0414-822f428041a3-6852d2be" class="div_qoute_red-10"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5">»Man ist deutsch. Man kann nicht deutsch werden. Auch wenn ich jetzt in einem anderen Land leben würde, könnte ich nicht Spanier oder so werden. Das ist auch eine Temperamentsfrage.«</blockquote></div></div><div id="w-node-e41e2e2c-047c-0804-0414-822f428041b7-6852d2be" class="div_qoute_red"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5-copy">»Menschen, die hier her kommen, haben fast nie das Gefühl, dass sie zugehörig sind oder als Deutsche angesehen werden.«</blockquote></div></div><div id="w-node-e41e2e2c-047c-0804-0414-822f428041bb-6852d2be" class="div_qoute_red-2"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5">»Wer Deutscher ist und Deutschland hasst, der hasst sich selber. Warum hasse ich mich selber? Sowas höre ich eigentlich nur von jungen Leuten und das macht mich wirklich traurig.«</blockquote></div></div><div class="div_qoute_red-5"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5-copy">»Es gibt keine Definition, was deutsch ist, deshalb würde ich sagen, ich bin ein Mensch einfach.«</blockquote></div></div><div class="div_qoute_red-4"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5-copy">»Minderheit ist, wer will. Aber umgekehrt geht es auch: Mehrheit, in diesem Fall deutsch, ist, wer will.«</blockquote></div></div><div class="div_qoute_red-6"><div class="div-block-31"><blockquote class="block-quote-5">»Und dann wird ganz schnell klar, dass wenn Leute nicht diesem typischen Deutsch-Sein entsprechen, sie auch nicht mitgezählt werden. Auch wenn sie auch einen deutschen Pass haben, was ja eigentlich das Deutsch-Sein ausmachen sollte.«</blockquote></div></div></div><div class="container-8 w-container"><div class="div-block-37"><p class="paragraph-3">Unser Projekt verdeutlicht, dass es insbesondere in Zeiten zunehmender Migrationsdynamiken keine eindeutigen Antworten auf die Frage gibt, wer deutsch ist und wer nicht, sondern dass die Antworten ganz unterschiedlich und zum Teil widersprüchlich ausfallen. Verschiedene Menschen assoziieren unterschiedliche Vorstellungen, Symbole und Gefühle mit dem Deutsch-Sein. <em>Den</em> <em>Deutschen</em> gibt es in dieser Perspektive nicht. Im Gegenteil: Seitdem es Deutschland gibt â und Deutschland gibt es, historisch gesehen, erst seit Kurzem â, ist auch die heterogene Zusammensetzung der Deutschen durchaus Normalität. In Deutschland lebten und leben Menschen, die nationalen Minderheiten angehören, die freiwillig oder im Kontext von Zwang migrierten oder umgesiedelt wurden, die verschiedenen Nationalitäten angehören und sich mit unterschiedlichen Religionen, Lebensweisen und
1Kulturen identifizieren. Es gibt weder <em>die</em> deutsche Kultur noch <em>die</em> deutschen Werte, sondern ein groÃes Mehr an Möglichkeiten, sich zu identifizieren, und eine Multiplizität der deutschen Nation(en).<br/>â<br/>Angesichts dieser tatsächlichen Heterogenität der deutschen Bevölkerung ist es irritierend, wenn eine Homogenität der Nation und des âVolkesâ behauptet und beansprucht wird. Die Vorstellung, dass unterschiedliche Menschen nationale Gemeinsamkeiten teilen, bildet dabei den Kern jedes nationalen Denkens. Während nationales Denken Menschen miteinander verbindet, schlieÃt es andere stets aus. Ausschluss ist nicht einfach eine unerwünschte Nebenwirkung nationalen Denkens, sondern untrennbar mit Nationen verbunden. Wir verstehen die Nation deshalb als Exklusionsmaschine: Wo Zusammengehörigkeit beschworen wird, findet automatisch Ausschluss statt. Nationale Exklusion zeigt sich im gesellschaftlichen Leben auf unterschiedliche Weise. In ihrer äuÃersten Form führt sie zu Gewalt, Vertreibung und Genozid.</p></div></div><div data-w-id="9c205ed8-ff92-cf79-e2a2-56c4cb5aed5f" style="opacity:0" class="section-2_bone wf-section"><div class="w-layout-grid grid_nation_1-copy"><div id="w-node-b1069a66-327a-f46b-2da2-6e8932f3b017-6852d2be"><blockquote data-w-id="9bf79302-a6ec-9403-f4ee-7d21fbe7dedc" style="opacity:0" class="block-quote-3"><strong class="block-quote-3 bold-text-red">Ausschluss ist nicht einfach eine unerwünschte Nebenwirkung nationalen Denkens, sondern untrennbar mit Nationen verbunden.</strong></blockquote></div></div></div><div class="columns-nation-2 w-row"><div class="column-nation_2-1 w-col w-col-6 w-col-stack"><div data-w-id="731eadae-b135-95ad-5ec9-775b3c78744b" style="opacity:0" class="div-block-1-image-1"><div class="div-block-1-image-1-sub"><blockquote class="block-quote-image"><strong>Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur deutschen Einheit:</strong> <br/>â<br/>
1Am 18. Mai 1990 unterschreiben die Finanzminister Theo Waigel für die BRD und Walter Romberg für die DDR den Staatsvertrag zur Währungs- ,Wirtschafts- und Sozialunion in Bonn. Im Hintergrund stehen Bundeskanzler Helmut Kohl und Ministerpräsident Lothar de Maizière. Der Vertrag trat am 1. Juli 1990 in Kraft, führte die âsoziale Marktwirtschaftâ in der DDR ein und machte die D-Mark zur offiziellen Währung.</blockquote></div></div><div class="text-block-13-copy">IMAGO/ Sven Simon</div><div data-w-id="7441153b-e0da-e7b5-d7e3-464ec8e65066" style="opacity:0" class="div-block-1-_image-3"><div class="div-block-1-image-1-sub-copy"><blockquote class="block-quote-image-small-copy">Die Deutsche Revolution 1848/49 zielte darauf ab, sich vom bisherigen Staatenbund loszusagen und einen einheitlichen deutschen Nationalstaat zu schaffen. Die Revolution wurde schlieÃlich maÃgeblich von preuÃischen und österreichischen Truppen niedergeschlagen. Das Plakat von 1948 erinnert an die erste Revolutionsphase, die Märzrevolution von 1848. Die Betonung der âdeutschen Einheitâ bekam mit der Teilung Deutschlands nach 1949 wieder eine neue Bedeutung.</blockquote></div></div><div class="text-block-13-copy">Leipziger Volkskomitee für Einheit und gerechten Frieden, Postkarte/ Privatsammlung</div></div><div class="column-nation_2-2 w-col w-col-6 w-col-stack"><div class="div-block-35"><h1 class="heading-12-red"><strong class="bold-text-8">Die Nation: Eine Exklusionsmaschine</strong></h1><p class="paragraph-3">Nationen können zunächst als Instrumente betrachtet werden, die Gesellschaften ordnen und zueinander ins Verhältnis setzen, die einige ein- und andere ausschlieÃen. Ursprünglich waren Nationen und nationalistische Bewegungen politische Projekte der Befreiung aus alten feudalen und religiösen Ordnungen. Die Entstehung der Nation in Europa bedeutete zugleich eine neue gesellschaftliche Ordnung, die das Ende der Reiche und Imperien einleitete. Im nationalstaatlichen Denken sind die Staatsbürger/-innen, also die Mitglieder einer Nation, vor dem Gesetz gleich. Im Umkehrschluss wurden Rechtsansprüche gegenüber Nicht-Mitgliedern verwehrt bzw. abgestuft. Das Aufkommen der Nation markiert die Entstehung einer spezifischen Ordnungsidee, die das gesellschaftliche Leben vollkommen durchzieht: Zugehörigkeit, Sicherheit, soziale Absicherung und Herrschaft â alles wird entlang der Unterscheidung zwischen Staatsbürger/-in und Ausländer/-in organisiert. Doch dabei handelt es sich keineswegs um eine natürliche Ordnung.<br/>â<br/>Laut dem Politikwissenschaftler Benedict Anderson ist die Nation vorerst eine <em>vorgestellte Gemeinschaft</em>, d. h. eine durchaus abstrakte Form der Gemeinschaft, die auf die Vorstellungskraft jedes ihrer Mitglieder angewiesen ist. Nationen sind demnach abstrakte Gebilde, die mit Vorstellungen und Emotionen â Zugehörigkeitsgefühle, Stolz, Scham oder gar âVaterlandsliebeâ â gefüllt werden, um Gemeinschaft herzustellen. Diese Vorstellungen manifestieren sich in nationalen Narrativen, die eine Gemeinsamkeit zwischen unterschiedlichen Menschen herstellen. Sie beruhen auf der Idee einer geteilten Vergangenheit und einer gemeinsamen Zukunft, die durch zur Verfügung stehende Symbole, Mythen, Traditionen und Erinnerungen erzählt werden.</p></div></div></div><div class="columns-nation-3 w-row"><div class="column-nation_3-1 w-col w-col-6 w-col-stack"><div class="div-block-nation_3-1"><h1 class="heading-12-red"><strong class="bold-text-8">Nationale Narrative:</strong></h1><p class="paragraph-3">Nationale Narrative sind sinnstiftende Erzählungen, die entscheidend für die Bildung von nationalen Identitäten sind. Sie definieren, wer âwirâ sind, was âunsâ ausmacht und in welchem Verhältnis âwirâ zu âden Anderenâ stehen. Wenn die Nation eine vorgestellte Gemeinschaft ist,<em> </em>dann stellt sich die Frage,<em> </em>wie sich die Deutschen ihre Nation vorstellen und welche Bilder und Erzählungen sie mit dem Deutsch-Sein verbinden. Die zentralen Ergebnisse unserer Auswertung von mehr als 150 Interviews lassen dabei zwei grundsätzliche Tendenzen der nationalen Identifizierung und der mit ihnen verbundenen Vorstellungen erkennen.<br/>â<br/>â<br/>Auf der einen Seite schien es für die Mehrheit unserer Gesprächspartner/-innen selbstverständlich zu sein, dass sie deutsch sind. Deutsch zu sein war für die meisten eine sowohl unbegründete als auch unhinterfragte Selbstverständlichkeit â eine Tatsache, der keine weitere Bedeutung beigemessen wurde. Höchstens wurden mit dem Deutsch-Sein eher unbefangene und alltägliche Zusammenhänge assoziiert, wie etwa Nationalmannschaften im FuÃball, das Singen der Nationalhymne oder Lebensmittel und Produkte, die als âtypisch deutschâ interpretiert wurden.<br/></p><div class="div-block-90"><div data-w-id="a3ce8437-bc30-4863-c20c-55190e10a825" style="opacity:0" class="div-block-1-_image-4"><div class="div-block-1-image-4-sub"><blockquote class="block-quote-image-small">Das Siegel <br/>âMade in Germanyâ bringt <br/>die Vorstellung zum Ausdruck, wonach deutsche Produkte sich durch eine herausragende Qualität auszeichnen.</blockquote><div class="text-block-13-copy">IMAGO / Panthermedia</div></div></div></div></div></div><div class="column-nation_3-2 w-col w-col-6 w-col-stack"><div class="div-block-75"><div data-w-id="51423129-3185-9d04-7bb0-cb24e2a7f695" style="opacity:0" class="div-block-1-image-4"><div class="div-block-1-image-1-sub-copy"><blockquote class="block-quote-image-2"><strong>Public-Viewing in München während der FuÃballweltmeisterschaft der Männer 2006
1in Deutschland.</strong> <br/>â<br/>Accessoires in schwarz-rot-gold und Deutschlandfahnen demonstrieren die kollektive Unterstützung und Identifikation mit der deutschen FuÃballnationalmannschaft. Wie das Motto âDie Welt zu Gast bei Freundenâ aufzeigen sollte, wurde die Weltmeisterschaft einerseits als Ausdruck von Weltoffenheit betrachtet. Andererseits wurde die selbstverständliche Verbreitung nationaler Symboliken als Normalisierung von deutschem Nationalstolz diskutiert.</blockquote></div></div><div class="text-block-13-copy">Istock / paulprescott72</div><p class="paragraph-3">Auf der anderen Seite stieÃen wir in weiten Teilen unserer Interviews auf Narrative, in denen der Bezug zur Nation und zu nationalen Logiken besonders auffällig war. Der Bezug zur Nation war dabei auffallend, weil die Nation als sozial-ordnende Kategorie mit der Funktion eines ausschlieÃenden Gruppenbildungsprozesses mobilisiert wurde. Dies geschah vor allem vor dem Hintergrund einer normativen Verhandlung der Fragen um Migration, Zugehörigkeit und dem Zusammenleben â kurzum: Vor dem Hintergrund der Debatte um zunehmende Migration nach Deutschland wird die Nation oftmals zu einem auffällig politisierten Thema. Viele unserer Befragten mobilisierten ihre nationale Identität demnach erst, wenn es um die Frage ging, wer dazu gehören sollte und wer nicht, und zwar um einen Anspruch darauf erheben zu können, den Ausgang dieser Frage mitzubestimmen.</p></div></div></div><div class="section-7 wf-section"><div class="w-container"><div class="div-block-42"><div class="div-block-_heading_legende"><a href="/die-nation-erzahlen/die-nation-als-exklusionsmaschine" aria-current="page" class="button-8 w-button w--current">Die Nation als Exklusionsmaschine</a><a id="2" href="/die-nation-erzahlen/die-deutsche-staatsburgerschaft-das-narrativ-der-nationalen-loyalitat" class="button-9 w-button">1. Staatsbürgerschaft - Das Narrativ der nationalen Loyalität</a><a href="/die-nation-erzahlen/bekenntnisdeutsche-das-narrativ-des-willens-sich-einzuordnen" class="button-10 w-button">2. Bekenntnisdeutsche - Das Narrativ des Willens, sich einzuordnen</a><a href="/die-nation-erzahlen/die-nation-als-solidargemeinschaft-das-narrativ-der-leistungsdeutschen" class="button-11 w-button">3. Leistungsdeutsche<span> </span>- Das Narrativ der <span>Solidargemeinschaft</span></a><a href="/die-nation-erzahlen/ethnizitat-das-narrativ-der-deutsch-geborenen" class="button-12 w-button">4. Deutschgeborene - Das ethnisierende Narrativ<br/>â</a><a href="/die-nation-erzahlen/partielle-perspektiven-pluralistische-gesellschaften" class="button-12-copy w-button">Partielle Perspektiven, pluralistische Gesellschaften</a></div><div data-w-id="83d1de0c-7b2d-06cf-a92d-974828f9d69a" style="opacity:0" class="div-block-47-copy"><div><img src="https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/5fca048c1974953e44e83084_Arrow_down.png" loading="lazy" alt="" class="image-43"/></div><a href="/die-nation-erzahlen/die-deutsche-staatsburgerschaft-das-narrativ-der-nationalen-loyalitat" class="link-4">Kapitel 1. Staatsbürgerschaft</a></div><div class="literatur_seite_1"><div class="div-block-85"><div class="text-block-14"><strong>Weiterführende Literatur:</strong><br/><br/>Anderson, Benedict R. O. (1996): <em>Die Erfindung der Nation. Zur Karriere eines folgenreichen Konzepts. </em>Erweiterte Neuausgabe. Frankfurt am Main: Campus.<br/><br/>Billig, Michael (2010): <em>Banal nationalism. </em>Reprint. Los Angeles: Sage.<br/><br/>McCrone, David & Frank Bechhofer (2015): <em>Understanding national identity</em>. Cambridge, UK: Cambridge University.<br/><br/>Pates, Rebecca & Mario Futh (2018): Die Nation und ihre Affekte: Eine Untersuchung über die Auswirkungen unterschiedlicher Begrifflichkeiten. In: <em>Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management </em>3 (2): 187â193.</div></div></div></div></div></div><div class="footer-section wf-section"><div id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de5273-17de5272" class="footer-div"><div class="subheadline">Kontakt</div></div><p id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de5276-17de5272" class="footer-paragraph">"
1Fremde im eigenen Land? Die Veränderbarkeit nationaler Narrative mithilfe Politischer Laboratorien (PoliLab)" ist ein Projekt am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Leipzig. Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).</p><img src="https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/5ea9f887e5d6c6a5488ad70e_logo_bmbf-gef-mit.jpg" width="150" id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de5278-17de5272" alt="" class="bmbf"/><div id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de5279-17de5272" class="subheadline">Informationen</div><p id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de527b-17de5272" class="footer-paragraph">Universität Leipzig<br/>Institut für Politikwissenschaft<br/>BeethovenstraÃe 15<br/>04107 Leipzig<br/><br/>[email protected]<br/>â<br/></p><img src="https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d1edc62270c2661604cc7_Logo_web.png" width="150" id="w-node-d28a0860-8616-8401-b682-ce829c6bd1bc-17de5272" sizes="(max-width: 479px) 150px, (max-width: 767px) 24vw, (max-width: 991px) 19vw, (max-width: 1439px) 11vw, 150px" srcset="https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d1edc62270c2661604cc7_Logo_web-p-500.png 500w, https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d1edc62270c2661604cc7_Logo_web-p-800.png 800w, https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d1edc62270c2661604cc7_Logo_web-p-1080.png 1080w, https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d1edc62270c2661604cc7_Logo_web-p-1600.png 1600w, https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d1edc62270c2661604cc7_Logo_web.png 2431w" alt="" class="polilab-logo"/><div id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de5285-17de5272" class="footer-link-wrapper"><a id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de5286-17de5272" href="/impressum" class="footer-link-div w-inline-block"><div id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de5287-17de5272" class="arrow-div"></div><h4 id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de5288-17de5272" class="text-link">Impressum</h4></a><a id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de528a-17de5272" href="/datenschutz" class="footer-link-div w-inline-block"><div id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de528b-17de5272" class="arrow-div"></div><h4 id="w-node-bd5bc099-f3cf-5689-9c32-3a9c17de528c-17de5272" class="text-link">Datenschutz</h4></a></div></div><div data-collapse="medium" data-animation="default" data-duration="500" data-easing="ease-in" data-easing2="ease-out" data-w-id="2908006a-e17b-b328-7938-8a8a201160d1" role="banner" class="navbar-2 w-nav"><div class="div-nav"><div class="menu-button w-nav-button"><div class="icon-2 w-icon-nav-menu"></div></div><a href="/" class="brand w-nav-brand"><img src="https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d7c748a327b4d307a96c5_Logo_web.png" srcset="https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d7c748a327b4d307a96c5_Logo_web-p-500.png 500w, https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d7c748a327b4d307a96c5_Logo_web-p-800.png 800w, https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d7c748a327b4d307a96c5_Logo_web-p-1080.png 1080w, https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d7c748a327b4d307a96c5_Logo_web-p-1600.png 1600w, https://uploads-ssl.webflow.com/5ea9f887e5d6c619af8ad6e1/608d7c748a327b4d307a96c5_Logo_web.png 2431w" sizes="(max-width: 479px) 59vw, (max-width: 991px) 100px, (max-width: 1439px) 200px, 14vw" alt="" class="logo"/></a><nav role="navigation" class="nav-menu-2 w-nav-menu"><a href="/" class="nav-link-2 w-nav-link">Startseite</a><div class="small-black-line"></div><a href="/stimmen-zur-nation" class="nav-link-2 w-nav-link">Stimmen zur Nation</a><link rel="prefetch" href="/stimmen-zur-nation"/><div class="small-black-line"></div><a href="/die-nation-erzahlen/die-nation-als-exklusionsmaschine" aria-current="page" class="nav-link-2 w-nav-link w--current">Die Nation als Exklusionsmaschine</a><link rel="prefetch" href="/die-nation-erzahlen/die-nation-als-exklusionsmaschine"/><div class="small-black-line"></div><a href="/politische-bildung" class="nav-link-2 w-nav-link">Politische Bildung</a><div class="small-black-line"></div><a href="/projekt" class="nav-link-2 w-nav-link">Ãber "PoliLab"</a><div class="small-black-line"></div><a href="/veranstaltungen" class="nav-link-2 w-nav-link">Veranstaltungen</a><div class="small-black-line"></div><a href="/publikationen" class="nav-link-2 w-nav-link">Veröffentlichungen</a></nav></div></div>
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