PageSourceSearch

https://greifendorf.de/04-greifendorf-in-literatur.htm

html greifendorf.de collected 2026-10-03 18:41:21 UTC 28,575 bytes, 431 lines download raw bytes

1<!Kommentar">
2<html>
3<head>
4<title>4. Greifendorf bei Zwittau in der Literatur</title>
5<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=iso-8859-1">
6<script language="JavaScript" type="text/JavaScript">
7<!--
8function MM_swapImgRestore() { //v3.0
9  var i,x,a=document.MM_sr; for(i=0;a&&i<a.length&&(x=a[i])&&x.oSrc;i++) x.src=x.oSrc;
10}
11
12function MM_preloadImages() { //v3.0
13  var d=document; if(d.images){ if(!d.MM_p) d.MM_p=new Array();
14    var i,j=d.MM_p.length,a=MM_preloadImages.arguments; for(i=0; i<a.length; i++)
15    if (a[i].indexOf("#")!=0){ d.MM_p[j]=new Image; d.MM_p[j++].src=a[i];}}
16}
17
18function MM_findObj(n, d) { //v4.01
19  var p,i,x;  if(!d) d=document; if((p=n.indexOf("?"))>0&&parent.frames.length) {
20    d=parent.frames[n.substring(p+1)].document; n=n.substring(0,p);}
21  if(!(x=d[n])&&d.all) x=d.all[n]; for (i=0;!x&&i<d.forms.length;i++) x=d.forms[i][n];
22  for(i=0;!x&&d.layers&&i<d.layers.length;i++) x=MM_findObj(n,d.layers[i].document);
23  if(!x && d.getElementById) x=d.getElementById(n); return x;
24}
25
26function MM_swapImage() { //v3.0
27  var i,j=0,x,a=MM_swapImage.arguments; document.MM_sr=new Array; for(i=0;i<(a.length-2);i+=3)
28   if ((x=MM_findObj(a[i]))!=null){document.MM_sr[j++]=x; if(!x.oSrc) x.oSrc=x.src; x.src=a[i+2];}
29}
30//-->
31</script>
31
32<meta name="keywords" content="Greifendorf,Gr&aacute;ndorf,Hradec nad Svitavou,Geschichte,Zwittau,B&ouml;hmen,M&auml;hren,Boehmen,Maehren">
33
34<meta name="description" content="Geschichte und Arbeitsmaterialien zu Greifendorf bei Zwittau. Viele Infos auch f&uuml;r Familien- und Ahnenforscher(Genealogen).">
35
36<link href="../../mein_stil.css" rel="stylesheet" type="text/css">
37</head>
38
39<body background="briefpapier.gif" text="#000055" onLoad="MM_preloadImages('../../index.htm')">
40<table width="62%" align="center" cellpadding="3" cellspacing="2">
41  <tr> 
42    <td height="28"> <blockquote> 
43        <hr align="center">
44      </blockquote>
45      <p align="center"><img src="bilder/greifendorf-titel.jpg" alt="Titel Greifendorf" width="205" height="55"></p>
46      <p align="center" class="ueberschrift1"><a name="literatur"></a>4. Greifendorf 
47        in der Literatur 
48      <blockquote> 
49        <p align="justify" class="georgia-10-135">&nbsp;</p>
50      </blockquote>
51      <p align="justify" class="verdana-10-135"><strong>1793: Greifendorf</strong>, 
52        zur Herrschaft Zwittau geh&ouml;riges, s&uuml;w&auml;rts von Zwittau gelegenes, 
53        zwey Stunden langes Dorf mit einer Pfarre, z&auml;hlt 265 H&auml;user, 
54        1626 Seelen; und besitzt bey 1500 Joche mittelm&auml;ssiges Ackerland, 
55        auch bey 200 Joche Wiesen. In diesem, von dem Wasser Zwitta l&auml;ngst 
56        hinab durchflossenen Dorf, sind seit zw&ouml;lf Jahren 41 neue Wohnh&auml;user 
57        angebauet worden.</p>
58      <blockquote> 
59        <p align="justify" class="verdana-10-135"><font face="Georgia, Times New Roman, Times, serif"><em>Quelle: 
60          <strong>Franz Joseph Schwoy</strong>, <strong>Topographie vom Markgrafthum 
61          M&auml;hren</strong>, Wien 1793, gedruckt bey Joseph Hraschanzky k.k. 
62          deutsch-und hebr&auml;ischer Hofbuchdrucker und Buchh&auml;ndler</em></font> 
63        </p>
64        <hr align="center">
65      </blockquote>
66      <p align="justify" class="verdana-10-135"><strong>1839: Greifendorf</strong>, 
67        zur Tafelherrschaft Zwittau des Olm&uuml;tzer Erzbisthums geh&ouml;rig, 
68        &#189; Ml f. bei der Br&uuml;nner Poststra&szlig;e im Thale an der Zwittawa, 
69        welche den Ort seiner ganzen L&auml;nge nach durchflie&szlig;t, z&auml;hlt 
70        330 H. mit 1896 E. (841 mnl. 1055 wbl.), und besitzt eine dem obrgktl. 
71        Schutz und Zwittauer Dekanate untergeordnete Pfarre mit Kirche und Schule, 
72        zu deren Sprengel nur dieses D. geh&ouml;rt. Die Kirche ist der hl. Martyr. 
73        Katharina geweiht, wurde 1719 neu aufgebaut und hat 4 Alt&auml;re nebst 
74        2 angebauten kapellen, auf dem Thurme aber unter 4 Glocken 2 aus den JJ. 
75        1503 und 1530. Schon vor 1270 bestand hier eine Pfarre, um welche Zeit 
76        der Olm&uuml;tz. Bischof Bruno die im D. Pohler (j. zur Hschft. Tribau 
77        geh&ouml;rig) eben damals errichtete und von dieser Gemeinde mit 1 Acker 
78        bestiftete Kirche dem Greifendorfer Pfarrer zur Versorgung und den Acker 
79        zum Nutzgenu&szlig; zuwies. (Urk. des Bisch. Bruno f&uuml;r das Erbgericht 
80        in Ober-Heinzendorf). Im J. 1673 verbrannte der ganze Ort, sammt dem Pfarrhofe, 
81        der Kirche und allen Kirchensachen. &#8212; Von der dasigen Ans&auml;ssigkeit 
82        geh&ouml;ren 9 H. mit 52 E. der Stadt Zittau. Im J. 1576 best&auml;ttigte 
83        Bisch. Johann dem &auml;ltern Stanislaw v. Pawlowsky und dessen Sohn Wenzel 
84        das ihen vom Bisch. Johann Grodecky 1573 vergabte Lehen in Gr. erbeigenth&uuml;mlich, 
85        welches (14 Unterthane) 1530 der bischofl. Lehen-Hofschreiber, Georg Kamenohorsky 
86        v. Kanenahora, der Zwittauer Stadtgemeinde um 1000 fl. mhr. verkaufte.</p>
87      <blockquote> 
88        <p align="justify" class="georgia-10-135"> <em>Quelle: <strong>Gregor 
89          Wolny</strong>, Benedektiner und Professor, <strong>Die Markgrafschaft 
90          M&auml;hren</strong> - topographisch, statistisch und historisch geschildert. 
91          V. Band, Olm&uuml;tzer Kreis, Br&uuml;nn 1839, Selbstverlag des Verfassers. 
92          In Kommission der L.W. Seidel'schen Buchhandlung.</em></p>
93        <hr align="center">
94      </blockquote>
95      <p align="justify" class="verdana-10-135"><strong><a name="zu1859greifendorfpfarre" id="zu1859greifendorfpfarre"></a>1859: 
96        Greifendorf, Pfarre.<br>
97        </strong>Dieses Dorf, <span style='font-weight:normal'>wovon ein kleiner 
98        Theil in die Seelsorge nach Zwittau gehört, der größere aber mit einer 
99        Volkszahl von 1666 Katholiken teutscher Zunge und mit etwa 200 schulfähigen 
100        Kindern den hiesigen Pfarrsprengel bildet liegt ¾ Ml. osö. von Zwittau 
101        an der Brünner Poststraße im Thale und am Zwittawafluße. Es ist ein Bestandtheil 
102        des Domin. Zwittau, in welcher Stadt auch das B.A., G. und die Post sind.<br>
103        </span><b><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Patron:</em><span
104style='font-size:14.0pt'> </span></b>Der p.l. Olmütz. Fürst. Erbischof, auf dessen 
105        Kosten 1840 die Schule, welche eine Ablösungs-Jahresrente von 83 fl. 1 
106        fr. C.M. bezieht, neu gedeckt wurde.<br>
107        <b><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Pfarrer:</em><span
108style='font-size:14.0pt'> </span></b>seit dem Febr. 1856 Herr Karl Hoppe, bisher 
109        Pfarrer in Hermersdorf, ffsterzbisch. Titl. Consistorialrath, geb. v. 
110        Schönberg 1807, ordin. 1830. Die Cooperatorsstelle unbesetzt. Ein jubilirter 
111        Weltpriester lebt hier quiscirt.<br>
112        &nbsp;&nbsp;&nbsp; <b><em>Kirche:</em><span
113style='font-size:14.0pt'> </span></b>Statt der frühern alten wurde die gegenwärtige 
114        zur Ehre der hl. Martyr. u. Jungfr. Katharina um 1710 am Friedhofe wahrscheinlich 
115        vom Patron solid erbaut. Sie hat nebst dem hohen 2 Seitenaltäre, näml. 
116        zu Jesus, Maria und Joseph, dann zum hl. Schutzengel, auf welche in jüngster 
117        Zeit Bilder der hlgst. Herzen Jesu und Mariens aufgestellt wurden; in 
118        der beim Haupteingange durch Pfarrlinge erbauten Kapelle außerhalb der 
119        Kirche gibt es auch 1 Altar zur schmerzhaft. Mutter Gottes. Beim Hauptthor 
120        sind 2 Chöre über einander, das untere für das männl. Volk, das obere 
121        für Musik und Orgel von 14 Registern und 1 Positiv. Auf dem sehr schadhaften 
122        Thurm, dessen hölzerer Aufsatz nach Commisionsbefund im Sept. 1854 demnächst 
123        auf Gemeindekosten (er gehört sammt den Glocken der Gemeinde) durch einen 
124        gemauerten ersetzt werden sollte, sind 4 Glocken von 14, 9 (gegossen 1503 
125        von Andr. Zacelisty?), 6 Ct (gegoss. 1530) und 40 Pfd., auf dem Sanctusthürmchen 
126        1 von 80 Pfd. An der Evangelienseite ist eine Kapelle angebaut, die sammt 
127        der Kirche neuester Zeit in- und auswendig gereinigt wurde. Seit 1840 
128        wurden 3 neue Kaseln, dann 1 silberne Kelch-kuppa von Wohlthätern angeschafft, 
129        aber beinahe alles Kirchensilber, welches 1806 11 Pfd. 19 Lth betrug wurde 
130        1809 abgeliefert. Nur eine Messenstiftung mit 600 fl. des dasig. Bauers 
131        Gallus Stündl vom Jahre 1804 ist zu erwähnen. Für einige Acker-, Gärten- 
132        und Wiesenzinse bezieht die Kirche eine Ablösungsrente von 1 fl. 15 kr. 
133        C.M.<br>
134        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <b><i>Pfarrbestiftung</i></b><i>:</i> An Grundstücken 
135        bei Greifendorf 31 Joch 1358 Q° Aecker, 2 Joch 1248 Q° Wiesen, 2 Joch 
136        789 Q° Gärten (2), 240 Q° Hutweiden, 11 Joch 856 Q° Kiefernwald, bei Glaselsdorf 
137        16 Joch 223 Q° Aecker und 1 Joch 672 Q° Wiese. Zehent ( jährl. 189  1/3 
138        Metz. Korn so viel Haber), Flachs, Hühner, Schmalz und vielleicht auch 
139        unentgeltliches Zuführen des Brennholzes und Sommeranbau der Aecker mit 
140        einer Jahresrente von 421 fl. 45 kr. C.M. abgelöst.<br>
141        Das im Jahre 1794 vom Pfarrer Jaßinger neu hergestellte Pfarrhaus ist 
142        ebenerdig gemauert, im Stockwerke aber von Holz und enthält alle nöthigen 
143        Ubikationen; dabei Wirtschaftgebäude und 1 Garten.</p>
144      <p align="justify" class="verdana-10-135"><b><i>Geschichtliches:</i></b> 
145        Längst  vor 1270 bestand in Greifendorf eine Pfarre, denn als Bischof 
146        Bruno in diesem Jahr das Dorf Pohler (eigentlich Ober-Heinzendorf) anlegen 
147        ließ, verpflichtete er den Vogt desselben, Heinrich, ebendort eine Kirche 
148        zu erbauen, worin der Greifendorfer Pfarrer alle 14 Tage 1 Mal den Gottesdienst 
149        halten und welche die neue Gemeinde mit 1 Lahn bestiften müsse, den der 
150        Greifendorfer Curat benützen wird (Cod. dpl. IV. p. 52). Aber die Namen 
151        der Pfarrer sind, weil das Patronat der Curatie sammt jenen der Pfründen 
152        in Brüsau u.a. dem Leitomischler Prämonstrtenser Stifte gehörte, nicht 
153        bekannt bis zum Jahre 1490, wo der Prämonstratenser-Ordenspriester von 
154        Leiomischel, P. Albert die Pfründe hielt, sie jedoch 1500, in welchem 
155        Jahre die Kirche sammt Theil des Dorfes verbrannte (Urk.s.dss.J.), resignirte, 
156        und die Verweser des Leitomischl. Bisthums, nämlich der Prior u.A. dieses 
157        Stiftes, am 16. April d. J. ihrem Mitbruder P. Simon darauf investiren 
158        ließen(Orgin. Beczek not.). Um 1530 kam das Patronat wieder an die Olmützer 
159        Bischöfe zurück und die Pfarre wurde im Oct. 1535 von dem Beneralvicar 
160        und Olm. Domherrn Johann Schönberger mit dem teutschen Ordenspriester 
161        (? es heißt nur ord. milicie) Johann besetzt (Act. Consistor. ad. an. 
162        1535), dem vielleicht jener Weltpriester Johann nachfolgte, über welchen, 
163        sowie über die Pfarrer von Stangendorf und Hermersdorf 1559 dem Bischof 
164        Markus die leidige Nachricht zukam, daß sie sich vereheligt, auf Jahrmärkten 
165        zu Brüsau und Zwittau einander öffentlich beschimpft und geschlagen und 
166        diese Aergernisse auch 1560 wiederholt hatten. Ueberdies erfuhr der Bischof, 
167        daß sich gleichzeitig in Heinzendorf ein lutherisch. Prediger angesiedelt 
168        und gegen die kathol. Lehre wie ein Wüthender geprediget habe. Es wurde 
169        daher, nachdem die 3 obigen Pfarrer kurz vorher in Mürau von dem Zwittau. 
170        Dechant verhört worden, der Müglitz. Pfarrer mit dem Mürau. Amtsmann sogleich 
171        hierher abgeschickt, um diesen Ubfügen mit aller Entschiedenheit ein Ende 
172        zu machen, weil, „wo keine Zucht, auch keine Frucht“sei. Der erwähnte 
173        Johann war aber 1561 noch in Greifendorf, klagte, daß er nur die Hälfte 
174        des Zehents beziehe, obwohl der ganze Gottesdienst abgehalten wird; ferner, 
175        daß ihm die Gemeinde die Pfründe aufgekündigt habe und daß der Vogt von 
176        Glaselsdorf die pfarrl. Aecker und Wiesen genieße, ohne dafür zinsen zu 
177        wollen, worauf 1562 der Mürau. Amtsmann vom Bischof den Auftrag erhielt, 
178        den Sachverhalt genau zu untersuchen, Johann aber bat um 1563 um die Pfarre 
179        Stangendorf, welche er auch erhielt. Nach Greifendorf kam Peter, welchem 
180        Bischof Wilhelm 1570 das Vererbrecht verlieh, jedoch sollte der Pfarrer 
181        mit seinem Vermögen nur zu Gunsten einer kathol.Person verfügen, das pfarrl. 
182        Inventar-Vermögen unversehrt belassen und mit einem Theil seiner Habe 
183        die Kirche bedenken. Peter starb schon 1572 und vom Skt. Georg d. J. wurde 
184        hier der bisgerige Kaplan zu Müglitz, Primus, eingesetzt, der jedoch bereits 
185        1572 verschied, und zwar nicht im besten Rufe. Darauf wurde sein nicht 
186        genannter Nachfolger, welcher auch Stangendorf administrirt hatte, vom 
187        Bischof auf Bitte Wratislaws v. Pernstein, „obwohl Mangel an Geistlichkeit 
188        sei“, auf die Pfründe Lauterbach mit Abtsdorf in Böhmen entlassen, und 
189        nach Greifendorf kam Daniel Schillinger, welchem bald nachher wahrscheinlich 
190        Thomas Handl nachfolgte, nach dssen Verzichtleistung der Zwittau. Dechant 
191        am 23. Sept. 1586 Christophor Klein empfohlen hatte, und der auch zur 
192        Pfrüfung nach Olmütz beschieden wurde. Aber schon im Juli 1587 hat der 
193        bischöfl. Official den Jakob Qualterus, ohne Vorwissen des Bischofs da 
194        eingesetzt, der Bischof aber am 6. November d. J. einen Joachim für Greifendorf 
195        investirt, der auch Stangendorf administriren sollte, worauf Qualterus 
196        zurück trat. Auch dieser verließ in Kürze die Curatie, welche nun von 
197        Brüsau sehr unbequem versehen wurde bis zum 15. März 1589, wo sie auf 
198        Bitten der Pfarrlinge der Bischof Stanislaw II. mit einem Egidius besetzte, 
199        welcher auch Stangendorf versehen hatte.<br>
200        <i>( Ebenda XV.XXIII. 93. XXV. 264 XXVII: Bereits im Jahre 1582 wurde 
201        zwischen dem Greifendorfer Pfarrer und der von ihm ebenfalls administrirten 
202        Gemeinde Glaselsdorf ein auch vom Bischof am 22. Oct. d.J. bestätigter 
203        Vergleich in Betreff der geistlichen Function in Glaselsdorf und die dafür 
204        zu entrichtenden Gebäühren von Seite der Gemeinde (jährl. 18 Scheffel 
205        Korn u. so viel Haber u.a.) abgeschlossen und auch bestimmt, daß der jeweilige 
206        Pfarrer rechtgläubig sein und die anderweitigen Bezüge (?auch die Grundstücke?) 
207        wem immer überlassen könne, nur müsse der Nutznießer nach altem Gebrauch 
208        den Pfarrer und dessen Gäste zur Kirchweihe mit Speise und Trank versehen 
209        (dt. v. Kromer.v.pond. po s. Lukas. im f.e. Arch. zu Kremsier). Wahrscheinlich 
210        auf Grund dieses Vertrages wurde die Beschwerde des Glaselsdorf. Lokals 
211        und der Gemeinde wegen Genußes gewisser Grundstücke auf diesem Gebiete 
212        durch den Greifendorf. Pfarrer am 8. April 1791 vom Gumbernium abgewiesen 
213        und die Gemiende verurtheilt, auch die 1783 und 1784 rüständigen Abgaben 
214        an Flachs, Eiern, Schmalz und Geld, dann Leistungen der Holzfuhren zu 
215        ersetzen, wie auch die entzogene Wiesenparcelle zurück zu geben. Ein Hofrecurs 
216        der Gemeinde in der selben Ange-legenheit wurde am 5. Mai 1835 ebenfalls 
217        abgewiesen s.e.Archiv ebenda).</i></p>
218      <p align="left" class="verdana-10-135">
218Vielleicht unter ihm, nachdem er 
219        sich jedoch geflüchtet, geschah es, daß das gegen Türken geworbene und 
220        hier liegende kais. Kriegsvolk (meist Reiterei) im Sept. 1595 die Kirche 
221        erbrochen, darin Gräuel verübt hatte und altkathl. Gottesdienste haltenließ; 
222        der Bischof Stanislaw beschwerte sich diesfalls gegen den Commandanten 
223        und verbot dem Zwittau. Dechant das Begraben in geweihter Erde eines etwa 
224        verstorbenen Frevlers.<br>
225        Seitdem findet sich keine Nachricht von der Pfarre bis zum Jahre 1631 
226        wo der Curat <em>Sebastian Klinky</em> letztwillig (15. Sept. d.J.) mit 
227        einem um 330 Thlr. erkauften Acker und Scheuer bei Trübau in dieser Pfarrkirche 
228        1 Anniversar für sich gestiftet und seinen Kaplan <em>Wolfgang Adalbert 
229        Schindler</em>, geb.v. Zwittau, zum Nachfolger hatte, welcher 1637 auch 
230        die Curatie Rothmühl als Commendata erhielt und 1658 zum Consistorium 
231        berichtete, daß Greifendorf und Glaselsdorf 142 Metzen Korn und so viel 
232        Haber, von Rothmühl 142 Metzel 1½  Vierteln Korn nebst so viel Haber an 
233        Zehent beziehe und von einer Verkürzung des pfarrl. Besitze nichts wisse, 
234        nur daß ein benachtbarter Gutherr den Pfarrwald entziehen wolle. Nach 
235        diesem Schindler, welcher erst im Febr. 1669 starb, waren folgende Pfarrer: 
236        seit<br>
237        <b><i>29. März 1669</i></b> <em>Sigismund Ernest Miltsch</em>, wurde 1674 
238        amovirt;<br>
239        <b><i>5. Mai 1674</i></b> <em>Valentin Jaich</em>, beförd. als Dechant 
240        nach Hotzenplotz 1675 (1673 verbrannte das Pfarrhaus sammt Matriken, die 
241        Kirche mit allen effecten und ein Theil des Dorfes; die Skt. Kathariinakirche 
242        hatte 3 von den Schweden violirte Altäre, aber nur das hohe brauchbar, 
243        Rothmühl war s. 1672 bei Stangendorf);<br>
244        <b><i>12. Febr. 1675</i></b> <em>Thomas Kristely</em>, geb. v. Zwittau, 
245        schon Anfangs Juni d. J. nach Kunzendorf versetzt;<br>
246        <b><i>18. Juni 1675</i></b> <em>Johann Franz Wilder</em>, verstorben 79 
247        jähr. als Jubilar 21.März 1723 (1691 besaß die Kirche außer 1 kupfer. 
248        Monstranz, an Silber 2 vergold. Kelche, 1 solches Ciborium, 1 klein. Kreuz 
249        und 1 Communionbecher, dann 7 Kaseln und 1 bemalten Traghimmel, Zinsen 
250        von 6 Kühen á 36 kr., von Gärten und 1 Wiese; viele, auch fremde Beichtende, 
251        daher Aufnahme von fremden Geistlichen; der Schulmann von den Pfarrlingen 
252        erhalten);<br>
253        <b><i>22. April 1723</i></b> <em>Simon Franz Scheyka</em> verst. 50jährig 
254        am 16. Dezember 1730<br>
255        <b><i>29. Jänner 1731</i></b> <em>Michael Mück</em> verst. 42jährig am 
256        2. Juni 1741<br>
257        <b><i>20.Juli 1741</i></b> <em>Karl Josef Zarubkowitz</em> geb. zu Stadt 
258        Liebau verst. 67jährig am 4.Mai 1756<br>
259        <b><i>13.Juli 1756</i></b> <em>I.Ignaz Wehrer</em>, geb. v. Troppau ließ 
260        die Kirche im Innern sammt<span style='font-size:14.0pt'> </span>Altären 
261        erneuern, beförd. nach Brüsau 1773<br>
262        <b><i>31.Oktober 1773</i></b> <em>Johann Hornisch</em> geb. v. Zwittau 
263        verst. 67jährig am 6. Oktober 1793<br>
264        <b><i>Anfang Jänner 1794 </i></b><em>Andreas Jaßinger</em> verst. am 20. 
265        August 1816<br>
266        <b><i>15. April 1817</i></b> <em>Joseph Spiller</em> bisher Pfarradministrator 
267        in Stangendorf verst. am 24. April 1833<br>
268        <b><i>28. Juni 1833</i></b> <em>Johann Proschek</em>, bisher Pfarrer in 
269        Gundersdorf geb. v. Olmütz wurde auch Titl. Consistor. Rath, Vicedechant 
270        und Schuldistricts-Aufseher verst. am 14. December 1855<br>
271        seitdem der gegenwärtige Herr Pfarrer.</p>
272      <blockquote> 
273        <p align="left" class="georgia-10-135"><em>Quelle: <strong></strong><strong>Kirchliche 
274          Topographie von Mähren</strong>, meist nach Urkunden und Handschriften, 
275          durch <strong>P. Gregor Wolny</strong>, Dr., Subprior im Benediktiner-Stifte 
276          Raigern u.s.w.<br>
277          I. Abtheilung. Olmützer Erzdiöcese. III. Band Brünn <strong>1859</strong> 
278          Selbstverlag, <br>
279          In Kommission der Nitsch und Grosse´schen Buchhandlung Druck von Georg 
280          Gastl Seite 13-16</em></p>
281        <hr align="center">
282      </blockquote>
283      <p align="left" class="verdana-10-14"><a name="zuczerny" id="zuczerny"></a><strong>1904:</strong> 
284        <strong>
284Greifendorf.</strong><br>
285        Das deutsche Kirchdorf Greifendorf, mit dem vorigen <span class="verdana-08-135">(Vierzighuben; 
286        Anm. Die Red.)</span> zusammenh&auml;ngend, liegt 5,4 km s. von Zwittau 
287        in einem Tale, abseits der nach der Landeshauptstadt f&uuml;hrenden Poststra&szlig;e.<br>
288        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Zwitta, die in der N&auml;he des 439 
289        hohen Mittelfeldes den Stangendorfer Bach, der hier eine M&uuml;hle treibt, 
290        aufnimmt, durchflie&szlig;t von N. nach S. diesen etwa 5 km langen Ort, 
291        dessen Seeh&ouml;he 426&nbsp;m betr&auml;gt.<br>
292        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Greifendorf z&auml;hlt in 384 H&auml;usern 
293        2793 Einwohner (1285&nbsp;m., 1508&nbsp;w.), wird von der Staatseisenbahn 
294        (Station Greifendorf&#8212;Rothm&uuml;hl, Seeh&ouml;he 421&nbsp;m), die 
295        anfangs an der &ouml;. dann an der w. Seite des Ortes nach Br&uuml;nn 
296        hinzieht, durchschnitten.<br>
297        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Bewohner von Greifendorf, dessen 
298        s. Teil im Volksmunde den Namen &#8222;Krazl&#8220; <a name="zukrazl"></a><a href="#fussnote-czerny">*)</a> 
299        f&uuml;hrt, haben dieselben Erwerbsquellen, wie jene von Vierzighuben 
300        <span class="verdana-08-135">(Die Ortsansassen bsch&auml;ftigen sich mit 
301        Landwirtschaft, Viehzucht und Lohnweberei oder verdingen sich als Arbeiter 
302        in den Zwittauer Fabriken und in den nahen Steinbr&uuml;chen; Zitiert 
303        vom Text zu Vierzighuben; Anm. Die Red.)</span>.<br>
304        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die<span class="verdana-10-135-gesperrt"> 
305        Pfarrkirche </span>(Zwittauer Dekanat, f&uuml;rst-erzbisch&ouml;fliches 
306        Patronat), der heil. Katharina gweiht, bestand schon vor dem Jahre 1270 
307        und wurde samt dem Orte und der Pfarre 1673 ein Raub der Flammen, worauf 
308        sie erst 1710 am Friedhofe wiederhergestellt wurde.<br>
309        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der Ort, von dem ein kleiner Teil 
310        in die Seelsorfe nach Zwittau geh&ouml;rt, besitzt eine 3klassige Volksschule 
311        mit 397 Sch&uuml;lern, deren Geb&auml;uce 1881 auf Kosten der Gemeinde 
312        neu aufgebaut wurde und ein k.&nbsp;k.&nbsp;Postamt.<br>
313        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Von Vereinen bestehen hier: Ein landwirtschaftliches 
314        Kasino, ein Milit&auml;rveteranenverein, ein Skt. Theresienverein, eine 
315        freiwillige Feuerwehr, eine Ortsgruppe des Bundes der Deutschen Nordm&auml;hrens, 
316        ein M&auml;nnergesangverein und ein Spar- und Darlehenskassenverein.<br>
317        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zwischen 1318&#8212;1326 erscheinen 
318        in &#8222;Griffendorf&#8220; als bisch&ouml;fliche Lehenstr&auml;ger: 
319        Die Tochter des Zwittauer Advokaten (mit 7&nbsp;Lahnen) <span class="verdana-10-135-gesperrt">Ronberger</span>, 
320        <span class="verdana-10-135-gesperrt">Priczko</span>, die Witwe nach <span class="verdana-10-135-gesperrt">Hainussii</span>, 
321        <span class="verdana-10-135-gesperrt">Gilricus</span>, der Olm&uuml;tzer 
322        Scholasticus <span class="verdana-10-135-gesperrt">Rumpler</span> und 
323        der Richter (mit 2&nbsp;Lahnen und einer M&uuml;hle mit einem kleinen 
324        Rade).<br>
325        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Dem Erbrichter wurde, Kremsier 1535, 
326        die verloren gegangene Urkunde, aufgrund von Aussagen glaubw&uuml;rdiger 
327        Zeugen, durch Bischof<span class="verdana-10-135-gesperrt"> Stanislaus 
328        </span>erneuert.<br>
329        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1455 besa&szlig;<span class="verdana-10-135-gesperrt"> 
330        Heinrich von Dyetrzichowicz </span>einen Alodialhof bei Zwittau und 11 
331        Lahne in Greifendorf, Lhota und Selsen. In denselben Jahre nennt sich 
332        ein<span class="verdana-10-135-gesperrt"> Bernhard </span>und<span class="verdana-10-135-gesperrt"> 
333        Michael </span>nach Greifendorf. Sie waren ritterb&uuml;rtigen Standes, 
334        da ein<span class="verdana-10-135-gesperrt"> Mendlik von Gryffendorff</span> 
335        1420 beim Lehensrechte entschied: &#8222;Sollen khein lehensmanne beym 
336        gehegten Recht Sitzen Und Urtheilen, welche nit Rietter Standts seyn&#8220;. 
337        Einer dieses Geschlechts ist als Gr&uuml;nder des Ortes anzusehen.<br>
338        &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Dieses Dorf erhielt 1573<span class="verdana-10-135-gesperrt"> 
339        Stanislaus Pawlowsky </span>und sein Sohn<span class="verdana-10-135-gesperrt"> 
340        Wenzel </span>als Lehen vom Bischofe<span class="verdana-10-135-gesperrt"> 
341        Johann Gradecky</span>, worauf es 1630 von dem bisch&ouml;flichen Lehen 
342        Hofschreiber<span class="verdana-10-135-gesperrt"> Georg Kamenohorsky 
343        von Kamenahora </span>der Stadt Zwittau verkauft wurde.<br>
344        <br>
345        <a name="fussnote-czerny" id="fussnote-czerny"></a> *) Krazl von Gradek 
346        = Hradek = kleine Brug, was vermuten l&auml;&szlig;t, da&szlig; hier in 
347        der Vorzeit an der Gabelung der alten Stra&szlig;e zu ihrem Schutze eine 
348        kleine Burg gestanden sei. <a href="#zukrazl" class="verdana-08-135">(zur&uuml;ck 
349        im Text)</a></p>
350      <blockquote> 
351        <p align="left" class="verdana-10-14"><em>Quelle: <strong>
351Alois Czerny,</strong> 
352          <strong>Der politische Bezirk M&auml;hrisch-Tr&uuml;bau</strong>. Heimatkunde 
353          f&uuml;r Schule und Haus. Zweite vermehrte und umgearbeitete Auflage 
354          mit zahlreichen Illustrationen. Im Verlage des M.Tr&uuml;bauer Lehrer-Vereines. 
355          &#8212; Druck von I. Czerny, Landskron. Kommissions-Verlag von Em. Nowotnys 
356          Nachfolger (E. Hinkelmann) in M.-Tr&uuml;bau. 1904. (Die erste Auflage 
357          war im 1882 erschienen)</em></p>
358        <hr align="center">
359      </blockquote>
360      <p align="justify" class="verdana-10-14"><strong>1921: Greifendorf</strong> 
361        (&#269. Gr&aacute;ndorf). Gm., B. M&auml;hr. Tr&uuml;bau (MM); 2549 Ew., 
362        dav. 2492 d.*; P.; EdL.&nbsp;(Prag&nbsp;&#8212;)&nbsp;Abtsdorf&nbsp;(Opatov)&nbsp;&#8212;&nbsp;Br&uuml;nn. 
363        M&uuml;hle, 2 Steinbr.</p>
364      <blockquote> 
365        <p align="justify" class="verdana-10-14"> <em>Quelle: <strong>Prof. Ernst 
366          Pfohl</strong>, <strong>Ortslexikon Sudetenland</strong>, 680 S., 1987, 
367          Helmut Preu&szlig;ler, Verlag N&uuml;rnberg,<br>
368          ISBN 3-925362-47-9, </em> mit dem damaligen Titel &#8222;Orientierungslexikon 
369          der Tschechoslowakischen Republik&#8220;. <em>Nachdruck der 3. Auflage 
370          von 1931.<br>
371          Im Grunde ist der Titel von 1987 missverst&auml;ndlich, denn das Buch 
372          enth&auml;lt Kurzbeschreibungen zu jedem Ort in der damaligen Tschechoslowakischen 
373          Republik.</em></p>
374      </blockquote>
375      <p align="justify" class="zeilenabstand">&nbsp;</p>
376      <table width="100%" border="0" align="center">
377        <tr> 
378          <td><div align="left"> 
379              <p align="center"><font size="-1" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><a href="03-bildergalerie.htm">zur 
380                vorherigen Seite</a><br>
381                3.&nbsp;Bildergalerie von&nbsp;Greifendorf</font></p>
382            </div></td>
383          <td><div align="center"><font size="-1" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><a href="04-greifendorf-in-literatur.htm">Aktuelle 
384              Seite</a><br>
385              4.&nbsp;Greifendorf&nbsp;in der Literatur</font></div></td>
386          <td><div align="center"><font size="-1" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><a href="05-einwohnerzahlen.htm">zur 
387              n&auml;chsten Seite<br>
388              </a>5.&nbsp;Einwohnerzahlen</font></div></td>
389        </tr>
390        <tr> 
391          <td>&nbsp;</td>
392          <td><div align="center"><font size="-1" face="Georgia, Times New Roman, Times, serif">&nbsp;</font></div></td>
393          <td>&nbsp;</td>
394        </tr>
395        <tr> 
396          <td>&nbsp;</td>
397          <td><div align="center"><font size="-1" face="Georgia, Times New Roman, Times, serif"><a href="../../index.htm">zur 
398              Startseite von www.zwittau.de</a></font></div></td>
399          <td>&nbsp;</td>
400        </tr>
401      </table>
402      <hr align="center"> </td>
403  </tr>
404</table>
405<table width="100%">
406  <tr> 
407    <td>&nbsp;</td>
408  </tr>
409</table>
410<!-- Anfang -->
411
412<script language="JavaScript">
413<!--
414
415function SymError()
416{
417  return true;
418}
419
420window.onerror = SymError;
421
422//-->
423</script>
423
424
425<SCRIPT type="text/javascript" LANGUAGE="JavaScript"
426SRC="http://www.stats4free.de/counter.php?sid=178715494"></SCRIPT>
426
427<BR><A HREF="http://www.stats4free.de">
428<font size="1">Counter</font></A>
429<!-- Ende -->
430</body>
431</html>

Line numbers count LF bytes from the start of the resource, as the search results do. Vendor segments are library code the classifier recognised; they are stored but not indexed. Bytes are shown as Latin1 characters, one per byte.