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18<title>Einleitung</title>
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21
22<body>
23
24<h1>Einleitung zum Buddhismus: </h1>
25<p>Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt: </p>
26<ul>
27	<li>Was bin ich? </li>
28	<li>Woher komme ich? </li>
29	<li>Wohin gehe ich? </li>
30	<li>Wozu das alles? </li>
31</ul>
32<p>Wenn ja, dann sind Sie hier an der richtigen Stelle. Hier, im Buddhismus
33finden Sie die Antwort auf alle diese Fragen. Dabei spielt es keine Rolle
34welcher Glaubensgemeinschaft Sie angehören.&nbsp; </p>
35<p>Erwarten Sie allerdings nichts Mystisches, Geheimnisvolles, Edles,
36Wunderbares. Es ist vielleicht wie wenn Sie als kleines Kind in der Nacht die glitzernde
37Pracht des Sternenhimmels bewundert haben und heute mit
38Ernüchterung feststellen, dass es sich da nur um Staub und Dreck handelt. Ja,
39soweit das Auge reicht, (auch mit dem Hubble Teleskop): nur Staub und Dreck,
40flammendes Inferno und unendliche, menschenfeindliche Weiten. </p>
41<p>Ähnliche Erfahrung werden Sie auch hier machen. Nur Staub und Dreck....! Oder
42wie Buddha sich ausgedrückt hat, &quot;ein Sack voll Unrat&quot;.</p>
43<p>Ich würde es bedauern, sollte ich Ihnen möglicherweise schon gleich am Anfang
44den Mut genommen haben. Aber um auf diesem Wege voranschreiten zu können,
45brauchen Sie schon eine gewaltige Portion an Mut, Kraft, Ausdauer, Energie und
46alle diese ähnlichen Eigenschaften, an denen es uns im täglichen Leben doch so
47häufig mangelt. Auch wenn Sie alle diese Eigenschaften im Moment nicht besitzen,
48so lassen sie sich doch entwickeln. Sie müssen sich nur eine Chance geben. Wie
49Buddha an vielen Stellen im Palikanon erwähnt, gibt es niemanden den man mehr
50liebt als sich selbst. Also geben Sie sich selbst eine Chance und probieren Sie
51aus, was die Lehre Buddhas Ihnen bieten kann. </p>
52<p>Allerdings ist es keine leichte Aufgabe jemandem die Lehre Buddhas
53verständlich zu machen. </p>
54<p>Stellen Sie sich vor, Sie sehen jemand, der im Begriffe ist eine Sahnetorte zu
55verspeisen und nur Sie allein wissen, dass diese Torte ein schreckliches Gift
56enthält, das zu fürchterlichen Schmerzen und zum Tode führt. Was würden Sie da
57machen?
58</p>
59<p>Glauben Sie nicht, dass das einfach ist. Wenn Sie den Genießer auf den
60Umstand aufmerksam machen, wird er Sie auslachen und sagen, dass Sie ihm die
61Torte nicht gönnen. Je mehr Sie auf ihn einreden, umso mehr wird er Sie für
62verrückt halten. Wenn Sie versuchen mit Gewalt einzugreifen um ihn zu retten,
63landen Sie vielleicht im Gefängnis oder im Irrenhaus. </p>
64<p>Nur wenn der Genießer einsichtig ist, haben Sie eine Chance ihn zu retten.
65Genau so ist es mit der Lehre Buddhas. </p>
66<p>Die Torte ist ein Sinnbild für all die Genüsse und Freuden die uns dieses
67Leben bietet. Jetzt kommt Buddha und lehrt uns davon abzulassen. Vielleicht
68ahnen Sie jetzt, was für eine schwierige Aufgabe uns hier erwartet. </p>
69<p>Aber warum sollen wir überhaupt von all den wunderschönen Genüssen ablassen
70die uns soviel Freude bereiten? </p>
71<p>Das ist für einen Europäer sicherlich kaum zu verstehen. Selbst Buddha hat,
72als er unter dem Feigenbaum dieses Dasein durchschaute und sich von allem
73Anhaften loslöste, als er den geistigen Zustand, das <a href="../wtb/nibbana.html">
74Nibbāna</a>, erreichte, was wir schlechthin als Heiligkeit bezeichnen, erkannt,
75dass sein Wissen, seine Erkenntnis von anderen kaum verstanden werden wird. Er
76sagte sich, dass es zwecklos ist dieses Wissen weiterzugeben und dass es ihm nur
77Unannehmlichkeiten einbringen wird. Er hat sich aber dennoch aufgemacht um ein
78paar Leute zu finden, die fähig waren seine Lehre zu verstehen (<a href="../vinaya/mahavagga/mv01_01_01-06.htm#MV.I.1.6">Maha-Vagga
791.5</a>). Aus den paar Leuten sind immerhin heute einige hundert Millionen
80geworden. Obwohl von den einigen hundert Millionen Buddhisten nur wenige die
81Lehre Buddhas verstehen. Je selbst bei den Mönchen und Nonnen gibt es viele, die
82nicht mehr der Wahren Lehre Buddhas folgen. Seien Sie aber dennoch vorsichtig,
83bevor Sie jemanden aburteilen oder beschimpfen. Man kann es äußerlich nicht
84erkennen, ob jemand die Heiligkeit erreicht hat oder nicht, oder ob er ihr nahe
85steht. Sie würden sich selbst damit großen Schaden zufügen. (Urteilt nicht die
86Menschen ab,
87<a href="../angutt/a10_071_080.html#a_x75">A.X.75</a>)</p>
88<p>Wenn Sie jemanden von etwas befreien wollen, dann muss er sich erstmals klar
89darüber sein, dass er in etwas gefangen ist. Jemand aus einem Gefängnis befreien
90zu wollen, der sich gar nicht bewusst ist, dass er in einem lebt, ist ziemlich
91sinnlos.
92</p>
93<p>Die heutzutage übliche Anschauung ist, dass nach dem Tode nichts mehr sein
94wird. Vergleichbar, wie wenn das Licht ausgeht und alles Dunkel wird. Doch dem
95ist leider nicht so. Wir werden vergeblich warten, das Licht geht so einfach
96nicht aus. Es gibt genügend Schilderungen von Leuten die z.B. nach Unfällen ihren
97eigenen Körper da liegen sahen, aber wieder zurück gekommen sind (vergl. <a href="../digha2/d23.htm">D.23</a>). Wenn der
98Körper aber nicht mehr lebensfähig ist, und ein Zurückkommen nicht mehr möglich
99ist, dann wird, wie in der Bibel geschildert &quot;Heulen und Zähneklappern&quot; sein,
100wenn sie nicht in diesem Leben gutes <a href="../wtb/karma.html">Karma</a>
101produziert haben.</p>
102<p>Ich möchte Ihnen erst etwas über die Vier Edlen Wahrheiten (<a href="../wtb/sacca.html"><i>sacca</i></a>)
103erzählen, auf die die ganze Lehre Buddhas aufgebaut ist. </p>
104<h3>1. Die Wahrheit vom Leiden: </h3>
105<p>Der Palikanon ist voll mit Reden über die Vier Edlen Wahrheiten. Nehmen Sie
106sich die Zeit und blättern Sie ein wenig darin. Z.B. der 56. Samyutta Nikāya hat
107hier einiges zu bieten, <a href="../samyutta/sam56.html#s56_47">S.56.47</a>,
108<a href="../samyutta/sam56.html#s56_33">S.56.33-40</a>,
109<a href="../samyutta/sam56.html#s56_11">S.56.11</a>,
110<a href="../samyutta/sam56.html#s56_60t131">S.56.61</a>, oder auch in
111<a href="../majjhima/m141n.htm">M.141</a>,
112<a href="../angutt/a04_241-271.html#a_iv251">A.4.251</a>, etc., etc., etc. </p>
113<p>Das Leiden ist den meisten Menschen nicht sichtbar. Wir sehen die Welt wie
114durch eine rosarote Brille. Rauschmittel tun ihr übriges, um die Brille noch mehr
115zu verdunkeln und um uns die Wirklichkeit zu verschleiern. Wie Jesus auch gesagt
116hat: &quot;Sie haben Augen, doch sie sehen nicht&quot;. Man kann häufig beobachten, wie
117jemand versucht seine Probleme im Alkohol oder anderen Drogen zu ertränken. Er
118kann die Wirklichkeit nicht ertragen und verschleiert sie. </p>
119<p>Es geht im Buddhismus in erster Linie darum, die Dinge so zu sehen wie sie
120wirklich sind. Unverschleiert, offen, ehrlich. Und das ist nur möglich mit einem
121klaren Geist. Deshalb lautet auch die fünfte buddhistische Regel (<i><a href="../wtb/sikkhapada.html">sikkhā-pada</a>,
122</i>siehe auch<i> <a href="../wtb/sila.html">sila</a></i>) keine Mittel wie
123Alkohol, Drogen, etc. zu sich zu nehmen, die den Geist beeinflussen und
124Unachtsamkeit verursachen.
125</p>
126<p>&nbsp;</p>
127<p>Es gibt sie, diese glücklichen Momente, sei es mit einem Partner, oder mit
128Kindern, oder mit Dingen die man sich so gewünscht hat und endlich erhalten hat,
129oder mit Zielen die man endlich erreicht hat. Doch wenn man etwas genauer
130hinschaut, wenn man die Dinge so sieht wie sie wirklich sind, stellt man sehr
131schnell fest, dass das Glück nicht von langer Dauer ist. Man kann es
132nicht festhalten, es zerrinnt. Das ist das (geistige) Leiden von dem Buddha
133gesprochen hat. Nichts ist beständig, alles vergeht, zerfällt, stirbt,
134verschwindet, löst sich auf (<a href="../wtb/anicca.html"><i>anicca</i></a>).
135<br />&nbsp; </p>
136<p>Hierzu ein schönes Gedicht aus dem <a href="../khuddaka/udana/ud_8.htm#2">
137Udana VIII</a>.</p>
138<dl>
139<dd>Schwer ist die Nicht-Ich-Lehre zu verstehen; </dd>
140<dd>Die Wahrheit wird ja niemals gern gesehen. </dd>
141<dd>Nur wer sie kennt, der wird vom Drang befreit </dd>
142<dd>Und er durchschaut der Dinge Nichtigkeit.</dd>
143</dl>
144<p>Unser Körper ist Krankheiten ausgesetzt, denen wir vielfach machtlos gegenüber
145stehen. </p>
146<p>In jeder Sekunde verändert sich unser Körper. Es entstehen neue Zellen und
147andere sterben ab. Bei diesem Kopiervorgang der Zellen schleichen sich Fehler
148ein. Die Kopie ist nicht von der gleichen Qualität wie das Original. Das nennt
149man den Alterungsprozess. Buddha weist darauf hin, dass nichts in dieser Welt,
150kein Wissenschaftler und auch kein Gott diesen Verschleiß aufhalten kann. Dieser
151ständige Alterungsprozess verläuft allerdings so fein ab, dass wir ihn nicht
152unmittelbar wahrnehmen. Es wird uns eine nicht vorhandene Beständigkeit
153vorgegaukelt. Erst nach vielen Jahren oder vielleicht nach einer durchgezechten
154Nacht wird diese körperliche Veränderung mit dem Auge sichtbar. </p>
155<p>Im vorbuddhistischen Baghava-Gita findet man einen Spruch, der als Weltwunder
156bezeichnet wird: &quot;Jeder sieht um sich herum die Leute altern und sterben, doch
157jeder verhält sich so als ob er ewig leben würde&quot;. </p>
158<p>Im <a href="../visuddhi/vis16_01.htm">Visuddhi Magga XVI.</a> finden Sie eine
159Zusammenstellung was Buddhaghosa in Sri Lanka vor über 1400 Jahren zum Leiden
160geschrieben hat.
161</p>
162<p>Aber nicht nur unser Körper ist diesem ständigen Entstehen und Vergehen
163unterworfen. Auch unser Geist ist diesem Naturgesetz der Unbeständigkeit
164ausgesetzt. </p>
165<p>Jetzt gibt es natürlich Leute (und die hat es schon immer gegeben, auch zu
166Buddhas Zeiten), die die Existenz ihres eigenen Geistes verleugnen. Die
167behaupten alles geschehe nur auf Grund chemischer Reaktionen. Das sind dann die
168Leute, die bedingt durch ihren eigenen Wunsch und Willen durch die Tür
169hereingekommen sind und dann behaupten eine zufällige, chemische Reaktion hätte
170sie hereingebracht  (<a href="../angutt/a06_031-042.html#a_vi38">A.vi.38)</a>.</p>
171<p>So wie das Radio oder der Fernseher nicht selbst die Töne oder Bilder
172erzeugen kann, oder ein Computer aus sich selbst heraus, ohne Programme und
173einem Bediener, nichts bewirken kann, so kann auch dieser Körper nicht aus sich
174selbst heraus, nur durch chemische Reaktionen aktiv werden. Der Körper ist im
175Grunde genommen nur eine Maschine mit dem Herz als Hydraulikmotor und den
176Muskeln als Hydraulikzylinder. Ähnlich wie in dem Film &quot;Terminator&quot; mit Arnold
177Schwarzenegger, nur dass wir keine Knochen aus Edelstahl haben, sondern aus
178Kalzium, etc. gesteuert und benutzt wird dieses zwar komplizierte und sensible
179Gerät von dem Geist. </p>
180<p>Und hauptsächlich um diesen Geist (<a href="../wtb/nama.html"><i>nāma</i></a>)
181  geht es beim Buddhismus. Er wird zerlegt und analysiert bis ins kleinste Detail.
182  Jeder Gedankengang (<a href="../wtb/vinnanakicca.html"><i>viññāna kicca</i></a>)
183  wird unterteilt in einzelne Abschnitte. </p>
184<p>&nbsp;</p>
185<h3>Ein Gedanken- oder Bewusstseinsmoment:</h3>
186<p>Im Abhidhamma, dem dritten Teil des Palikanons, wird ein Gedankenprozess in
18717 Abschnitte unterteilt, der wie folgt abläuft: </p>
188<blockquote>
189	<ul>
190		<li>1. Unterbewußtsein <i>(<a href="../wtb/bhavanga_sota_citta.html"><u>bhavanga</u></a>),</i>		</li>
191		<li>2. Erregung des unterbewußten Daseinsstromes <i>(bhavanga-calana)</i></li>
192		<li>3. Aufmerken <i>(<a href="../wtb/wtb03_bh.html#avajjana"><u>āvajjana</u></a>),</i>		</li>
193		<li>4. Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperlichen Fühlen, <i>(pañca-dvārāvajjana),
194		</i>Geist-Objekt <i>(mano-dvārāvajjana) </i></li>
195		<li>5. Sinnesbewusstsein <i>(pañca viññāna), </i>Geistbewußtsein<i> (mano-viññāna)</i></li>
196		<li>6. Rezipieren (des Sinnenobjektes) <i>(<a href="../wtb/sampaticchana_citta.htm"><u>sampaticchana</u></a>),</i>		</li>
197		<li>7. Prüfen <i>(<a href="../wtb/wtb11_sa.html#santírana_citta"><u>santírana</u></a>),</i>		</li>
198		<li>8. Feststellen <i>(<a href="../wtb/wtb16_z.html#votthapana_citta"><u>votthapana</u></a>),</i>	  </li>
199		<li>9-15. Impulsivprozesse<i> (<a href="../wtb/javana.html"><u>javana</u></a>),</i>	  </li>
200		<li>16-17. Registrieren <i>(<a href="../wtb/tadrammanacitta.html"><u>tad-ārammana</u></a>)</i></li>
201	</ul>
202</blockquote>
203<p>(zurück zu 1.)</p>
204<p>Ein normaler Bewusstseinsprozess oder einfacher ausgedrückt ein Gedanke
205beginnt bei 1 und endet bei 17. Der darauf folgende Bewusstseinsprozess beginnt
206wieder bei 1 und so reiht sich Bewusstseinsmoment an Bewusstseinsmoment, Gedanke
207an Gedanke seit unendlichen Zeiten. Nur bei der Geburt und beim Tod steigen
208zusätzlich die beiden Bewusstseinsmomente <a href="../wtb/patisandhi.html"><em>
209patisandhi</em></a>
210und <i>cuti </i>auf. Sinnesobjekt und Sinnesbewusstsein kann allerdings nur eins
211zur Zeit aufsteigen.&nbsp;&nbsp;&nbsp; </p>
212<p>Das Bewusstsein kann Eindrücke innerhalb und außerhalb aufnehmen. D.h. es
213können Eindrücke durch die fünf Sinnes-Tore oder aber auch bereits gespeicherte
214Eindrücke durch das Geistestor verarbeitet werden. Am Anfang eines
215Gedankenprozesses befindet sich das Bewusstsein in einem passiven Zustand. Wir
216erfahren so einen passiven Zustand (z.B. im Tiefschlaf oder Bewusstlosigkeit)
217wenn unser Geist nicht auf äußere Eindrücke reagiert. Dieser passive Zustand
218oder unterbewußte Daseinsstrom wird in Pali
219<a href="../wtb/bhavanga_sota_citta.html"><em>bhavanga</em></a> genannt. Solange
220keine Störung an den Sinnestoren auftritt, die diesen passiven Zustand oder
221unterbewußten Daseinsstrom unterbricht, tritt das Unterbewußtsein, der Strömung
222eines Flusses vergleichbar, selbst während des traumlosen Schlafes und anderer
223Zeiten, immer wieder in derselben Weise unzählige Male auf. </p>
224<p>Sobald eine Störung auftritt, d.h. wenn ein Objekt in den Sinnenbereich
225eingetreten ist, tritt eine &#39;Erregung des unterbewußten Daseinsstromes&#39; <i>(bhavanga-calana)</i>
226auf<i>.</i> So eine Störung könnte z.B. das Bellen eines Hundes sein, das uns
227aufweckt.
228</p>
229<p>Auch läuft ein Bewusstseinsprozess nicht immer bis zum Ende. Z.B. während des
230Schlafs steigt nur 1. (<i>bhavanga</i>) unzählige Male auf. Oder wenn wir nicht
231achtsam oder im Halbschlaf sind, versiegt der Bewusstseinsmoment bei 4. oder 5
232und versinkt wieder in 1. Dann steigt sofort der nächste Bewusstseinsprozess
233auf, beginnt bei 1. und läuft, je nach dem wie stark die Aufmerksamkeit oder
234Achtsamkeit ist bis zum Ende (17.) oder versiegt wieder irgendwo auf halber
235Strecke. Das ganze läuft mit einer irren Geschwindigkeit ab. Bei nur einem
236einzigen Augenzwinkern sind schon unzählige solcher Bewusstseinsprozesse
237aufgestiegen. Deshalb ist es auch so schwierig diesen Vorgang zu durchschauen
238und die wahre Natur dieses Lebens zu erkennen.
239</p>
240<p>Wie das Bewusstsein die 17 Abschnitte durchläuft ist in dem zweitausend Jahre
241alten Buch <a href="../visuddhi/vis14_02.html#bhavanga">Visuddhi Magga XIV</a>
242ausführlich beschrieben.</p>
243<p>&nbsp;</p>
244<p>Der Geist ist eine Energie, d i e&nbsp; Lebensenergie schlechthin. Nach dem
245Gesetz der Wärmelehre, kann keine Energie verloren gehen. Nach dem Verfall
246dieses Körpers bleibt diese Energie übrig und führt bzw. bewirkt eine neue
247Geburt. </p>
248<p>Die Lebensenergie wird erzeugt durch unser <a href="../wtb/karma.html">Karma</a>,
249durch unser Tun und Wirken, durch unser Anhaften an geistigen (Meinungen
250<a href="../wtb/ditthi.html"><em>ditthi</em></a>, Ideen, etc.)&nbsp; und
251materiellen Dingen. Durch all diese Dinge erzeugen wir Brennstoff oder Energie
252für zukünftige Leben. </p>
253<p>Hören wir auf, diesen Brennstoff zu erzeugen
254  und machen wir unseren Geist durch Meditation gefügig, gelangen oder erreichen
255  wir in einen geistigen Zustand, das <a href="../wtb/nibbana.html">Nibbāna</a>, und
256  es kommt zu keiner neuen Geburt mehr. </p>
257<p>WG </p>
258<hr />
259<p align="center"><i>&nbsp;<a href="../index-2.html"><img alt="Home" border="1" height="40" src="../images/pitsanu.gif" width="40" /></a>
260<a href="#top">
261<img alt="Oben" border="1" height="40" src="../images/uparrowb.gif" width="40" /></a>&nbsp;&nbsp;
262</i></p>
263<hr />
264
265</body>
266
267<!-- Mirrored from www.palikanon.com/diverses/einleitung.htm by HTTrack Website Copier/3.x [XR&CO'2014], Mon, 06 Apr 2026 15:43:11 GMT -->
268</html>

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